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Bei diesem Instrument handelt es sich um eine sehr gut erhaltene Violine von Johann Elias Pfretzschner aus den Jahren um 1750. Er wurde 1709 in Markneukirchen geboren und vermutlich der erste Pfretzschner, der das Geigenmacherhandwerk tatsächlich erlernt hat. Er wird am 06.02.1730 als Meister in die Geigenmacher-Innung Markneukirchen aufgenommen. Ob dies der gleiche Johann Elias ist, über den Lütgendorff bereits schreibt "verwendete er für seine Instrumente ein Hopf-Modell. Der Boden der Instrumente war gewöhnlich besser gearbeitet als die Decke. Schnecke und F-Löcher waren von häßlicher Form. Auf seinen Zetteln liebt er in sinnlosem Latein Cremona als Ursprungsort anzugeben." ist unklar.

 

Das Instrument ist aufwendig restauriert worden. Die Decke und das obere Drittel der Zargen sowie der Hals sind leide nicht mehr im Original erhalten. Die Form der Geige ist tatsächlich dem Hopf-Modell ähnlich, vielleicht nicht ganz so "eckig". Der breit geflammte Ahornboden und auch die Decke sind stark gewölbt. Die Hohlkehle des Bodens sowie die Randeinlagen sind sauber gearbeitet. Die Schnecke ist sehr klein und in der Tat nicht besonders schön (aber als häßlich würde ich sie nicht bezeichnen). Der gelbbraune bis bersteinfarbene Lack ist sehr gut erhalten.

 

Die Geige stammt aus dem Nachlass von Dr Johannes Wolgast (1891-1932), der in Leipzig unter Karl Straube das kirchenmusikalische Institut gründete. Er gestaltete das Konservatorium in Leipzig zu einer am universitär-wissenschaftlichen Lehrbetrieb orientierten Ausbildungsstelle um und war Mitherausgeber der Zeitschrift Musik und Kirche.

 

Das Instrument ist unverkäuflich.

 

Korpus:  35,8 cm

Halsmensur:  13,0 cm

Korpusmensur:  19,4 cm

Oberbügel:  17,0 cm

Mittelbügel:  11.1 cm

Unterbügel:  20,5 cm

 

 

Johann Elias Pfretzschner - um 1750

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